IW Bericht zum Unternehmensengagement für Flüchtlinge

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat in einem Kurzbericht das Unternehmensengagement für Flüchtlinge in Deutschland beleuchtet und festgestellt, dass das Engagement in allen Regionen hoch ist. Unterschiede ergeben sich zwischen dem Norden, Osten, Süden und Westen entlang der konkreten Unterstützungsmaßnahmen.

Eine Befragung von 600 Unternehmen in Deutschland mit mindestens 250 Mitarbeitern zwischen 2015 und 2016 ergab, dass das Unternehmensengagement  in der Flüchtlingshilfe regionenübergreifend hoch ist.

Eine direkte Unterstützung leisten 50 Prozent der Unternehmen durch Sachspenden. Entlang von Geldspenden erbringen knapp 36 Prozent einen Beitrag zur Flüchtlingshilfe. Unternehmen, die dem östlichen Bundesgebiet (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) zugehören, erreichen verglichen mit den anderen Regionen Nord, Süd und West die besten Werte bei der Bereitstellung von Infrastruktur sowie dem Angebot von Veranstaltungen zwecks Begegnung und Information.

Der aktuelle Fokus der Gesellschaft liegt hingegen auf der Arbeitsmarktintegration. Über 36 Prozent der Unternehmen aus dem Osten bieten Unterstützung durch Sprachkurse an. Dieser Wert liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die bundesweit niedrigsten Werte erreicht der Osten beim Angebot von Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie Maßnahmen zur Berufsvorbereitung. Als Ursachen für die regionalen Unterschiede gelten u.a. die lokalen Voraussetzungen. Dazu zählen z.B. Qualifikation und Alter der Flüchtlinge, die in einer Region leben aber auch die lokale Arbeitsmarktsituation.

Die Autoren empfehlen Unternehmen daher, „bei der Konzeption ihrer Engagementmaßnahmen lokal mit Wohlfahrts- und Unternehmensverbänden sowie den Kommunen zusammenarbeiten, um auf lokale Bedarfe reagieren zu können“. Weiter schreiben die Autoren: „Die Zusammenarbeit von Institutionen, Unternehmen und Bürgergesellschaft ist notwendig, um die vielen Spannungsfelder, die sich bei der Integration von Flüchtlingen ergeben, aufzulösen“.

Die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Akteuren bei der Flüchtlingshilfe ist ein zentraler Baustein den auch das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ostdeutschland verfolgt.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.