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Dezember 2016: Berufsorientierung an der Oberschule Brand-Erbisdorf

Schülerinnen und Schüler zur Ausbildungsreife zu führen erfordert Zeit und ein aufeinander aufbauendes Konzept, das Potenziale entdeckt und Stärken fördert. Die Oberschule Brand-Erbisdorf aus Sachsen trägt das Qualitätssiegel für Berufs- und Studienorientierung und arbeitet fortlaufend an der Evaluierung und Verbesserung der Berufsorientierungsmaßnahmen. Die Zusammenarbeit zwischen Schule, Beratungsstellen und Unternehmen aus verschiedenen Branchen in der Region, ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Eng verknüpft mit dem Berufsorientierungskonzept an der Oberschule Brand-Erbisdorf ist der Gedanke der individuellen Förderung in offenen Unterrichtsformen, welche in sämtlichen Klassenstufen in Form von Projektarbeit und anderen Methoden Anwendung finden. Die Oberschule startet mit der BO bereits in den Klassen 5 und 6. In diesen Stufen lernen die Kinder verschiedene Berufsbilder im Unterricht kennen und unternehmen Exkursionen in ein Fachschulzentrum für landwirtschaftliche Berufe (Klasse 5) sowie in Unternehmen und ein Jugendtechnikhaus (Klasse 6). Im Unterrichtsfach Ethik sprechen die Schülerinnen und Schüler über angemessene Verhaltensformen in der Arbeitswelt. Ihre Erfahrungen und Ergebnisse halten sie in einer Sammelmappe fest, die als Vorläufer zum Berufswahlpass dient.

In der 7. Klasse sammeln die Schüler im Fach Wirtschaft-Technik-Haushalt und bei Schnuppertagen in Unternehmen erste berufspraktische Erfahrungen. Über diesen Weg sollen die Jugendlichen feststellen, wo ihre individuellen Stärken und Schwächen liegen. Sie dokumentieren ihre Erfahrungen und Ergebnisse im Berufswahlpass, der ab der Mittelstufe als persönliches Portfolio dient. Die siebte Jahrgangsstufe nimmt zudem an einer Potenzialanalyse teil, die in Kooperation mit dem Berufsausbildungsförderverein durchgeführt wird. Dank dieser Kooperation können die Schülerinnen und Schüler an Praxistagen voll ausgestattete Werkstätten für Elektronik oder die Metall- und Holzverarbeitung nutzen und so die Berufsfelder im geschützten Raum kennenlernen. Zur Verfügung steht ebenso ein voll ausgestattetes Übungsgeschäft für Berufe des Einzelhandels.

Vorstellen, präsentieren und überzeugen sind wesentliche Lernelemente der Berufsorientierung in der 8. Klassenstufe. In dieser Klasse findet ein fortlaufender Wechsel zwischen Theorie und Praxis statt. Die Schülerinnen und Schüler erlernen Präsentationsgrundlagen, besuchen ein Unternehmen, bereiten Informationen darüber auf und präsentieren die Ergebnisse als Gruppe. Darüber hinaus üben die Schüler das Schreiben von Bewerbungen sowie das Verhalten in Vorstellungsgesprächen. Über die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit lernen die Jugendlichen das Berufsberatungsangebot umfassend kennen.

In der Klassenstufe 9 konkretisieren die Jugendlichen ihre Berufsvorstellungen, indem sie ihre Fähigkeiten und Stärken reflektieren. Externe Partner üben mit den Neuntklässlern für das Bewerbungsverfahren und führen Kompetenztests durch. Bei Besuchen im Berufsinformationszentrum und auf einer Berufsmesse sammeln die Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet Informationen zu ihren Berufsvorstellungen und lernen Ansprechpartner kennen.

Im Rahmen der Klasse 10 vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über Bewerbungen und besprechen sich intensiv mit der Berufsberatung an der Oberschule.

Wenn die Schülerinnen und Schüler das Berufsorientierungsangebot und parallel die individuellen Förderangebote absolviert haben, besitzen sie im Idealfall den für sie bestmöglichen Schulabschluss und die dazugehörige Ausbildungsreife.

Fragen zum BO Konzept der Oberschule Brand-Erbisdorf richten Sie bitte an die Schulleiterin Frau Martina Killian.

mkilian.osbed(at)freenet.de

OS Brand-Erbisdorf
August-Bebel-Straße 28
09618 Brand-Erbisdorf