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Februar 2017: Technikolympiade gegen den Fachkräftemangel

Fachkräftemangel ist in Ostdeutschland vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ein großes Thema. Die Turck Beierfeld GmbH im Erzgebirge in Sachsen möchte mit ihren Projekten dem entgegenwirken und die Schülerinnen und Schüler für Elektrotechnik bzw. Elektronik begeistern.

Das Unternehmen steht dafür im engen Kontakt mit Schulen vor Ort, die die verschiedenen Angebote regelmäßig auf Elternabenden und in den Unterrichtsstunden präsentieren. Die Projekte decken unterschiedliche Themen ab: Turck bietet beispielsweise Bewerbertrainings und Unterrichtsstunden zur Berufs- und Studienorientierung an mehreren Schulen an. Das Unternehmen engagiert sich auch in der Elektronik-Arbeitsgemeinschaft an der Oberschule Grünhain-Beierfeld und beteiligt sich an Berufsorientierungsmessen.

Das Lieblingsprojekt von Lehrausbildungsleiter Andreas Grieger ist ein anderes: „Besonders stolz sind wir auf die Technikolympiade, die wir seit 2014 an Oberschulen der Region durchführen. Mathematisches und naturwissenschaftliches Wissen führt hier in einem kleinen Wettbewerb zum Erfolg.“ Im 8. und 9. Jahrgang können die Jugendlichen jeweils in Dreier-Teams mitmachen. Jedem Team soll immer mindestens eine Schülerin angehören. Die Olympiade besteht aus zwei Teilen. Im praktischen Teil lösen die Jugendlichen elektrotechnische Aufgaben. Dazu bestücken die Teilnehmer etwa eine Platine und schreiben ein dazugehöriges Programm. Im Theorietest zählen gute Mathe- und Physikkenntnisse. Dieser findet an einem Samstag im Unternehmen statt. Dazu sind auch Eltern, Lehrende und Schulträger eingeladen. Denn die drei besten Schülerinnen und Schüler jeder Klassenstufe und die drei besten Schulen der Olympiade werden feierlich ausgezeichnet.

Innerhalb des Hauses Turck wurde die Technikolympiade als Gemeinschaftsarbeit entwickelt. Die Idee kam aus der Personalabteilung, um Auszubildende und Nachwuchskräfte für den Standort Beierfeld zu gewinnen. Dann wurde gemeinsam mit Kollegen aus dem Ausbildungs- und Personalbereich sowie der Geschäftsführung ein Konzept erstellt. „Auch aus den Schulen selbst gab es Zuarbeit“, erklärt Andreas Grieger, „beim Theorieteil bekamen wir Hilfe von Lehrern, um die Fragen altersgerecht zu definieren.“ Die Aufgabenstellungen im praktischen Teil sind dagegen aus der Feder der Auszubildenden im Haus.

Das Unternehmen sieht den Erfolg dieses Projektes vor allem darin, dass Schülerinnen und Schüler eine Vorstellung davon erhalten, welche Berufe es in der Elektronik-Industrie gibt und ob sie selbst eine Neigung dafür besitzen. Denn egal, ob die Jugendlichen am Ende sagen „Elektronik, das ist mein Ding“ oder „Elektronik, nie wieder“ haben beide Seiten viel gewonnen.

Die Turck Beierfeld GmbH ist SCHULEWIRTSCHAFT-Preisträger 2016 in der Kategorie „Mittlere Unternehmen“. Fragen zu den Projekten richten Sie bitte an den Lehrausbildungsleiter Andreas Grieger.

Andreas.Grieger@turck.com
TURCK Beierfeld GmbH
Am Bockwald 2
08344 Grünhain-Beierfeld