Die „Stärkenbox“ ist ein Hilfsmittel in der mittleren Phase der Berufsorientierung (Klassenstufen 7. + 8.). Mit Unterstützung der Box bekommen Schüler ein Feedback von Außenstehenden zu ihren Fähigkeiten und Stärken. Jeder Schüler erhält dafür eine vorbereitete Box mit den sog. „Stärkenkarten“. Diese Stärkenkarten werden von Personen aus dem Umfeld der Schüler bewertet.

Ziel der Stärkenbox ist, dass die Schüler ein besseres Verständnis über ihre persönlichen Stärken und Fähigkeiten entwickeln und diese mittels der Karten belegen können. Die Box soll zum Nachdenken und zur Reflektion der eigenen Fähigkeiten anregen. Außerdem sollen die Schüler lernen Feedback von außen anzunehmen und im Berufsorientierungsprozess zuzulassen.

Idealerweise werden die Stärkenboxen der Schüler nach ihrer Bewertung mit einer Lehrkraft und / oder der Berufsberatung an der Schule ausgewertet.

  • vorbereitete „Stärkenkarten“ im Visitenkartenformat (z.B. 8,4 x 5,4 cm). Sie können eigene Stärkenkarten erstellen oder die vorbereiteten Karten nutzen.
  • Visitenkartendose als „Stärkenbox“
  • Drucker und DIN A4 Papier (empfohlen wird ein stabiles Papier > 120 g/qm)
  • Schere oder Papierschneidemaschine

1. Auswahl der Stärkenkarten

Diese Anleitung liefert für die Stärkenbox vorbereitete Stärkenkarten zu. Es ist gut ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten mit den Karten abzudecken. Gerne kann die Box mit eigenen Stärkenkarten ergänzt werden. Die finale Auswahl der Stärkenkarten ist von einer pädagogischen Instanz (Lehrer, Praktikumsleiter, etc.) zu treffen.

2. Produktion der Stärkenkarten

Bevor ein Schüler die „Stärkenbox“ nutzen kann, müssen die „Stärkenkarten“ vorbereitet und in eine Box (vorzugsweise eine Visitenkartendose) gelegt werden. Jede der „Stärkenkarten“ sollte mindestens fünf Mal in jeder Box enthalten sein.

Verwenden Sie als „Stärkenkarten“ die vorbereiteten Exemplare oder erstellen und verwenden Sie eigene Karten. Wichtig ist, dass die „Stärkenkarten“ in Farbe und möglichst auf stabiles Papier gedruckt werden.

Tipp: Sie haben eine Schülerfirma an der Schule? Die Vorbereitung der Boxen wäre ggf. ein geeigneter Auftrag für die Gruppe.

3. Austeilung und Einsatz der „Stärkenboxen“

Verteilen Sie die „Stärkenboxen“ an die Schüler und erklären Sie das Bewertungsverfahren:

Die Schüler bitten Personen aus ihrem Umfeld um eine individuelle Bewertung mittels der Karten. Folgende Personen kommen für eine Bewertung in Frage:

  • Familienmitglieder (Eltern, Geschwister, etc.)
  • Lehrer
  • Mitschüler
  • Praktikumsbetreuer
  • Freunde

Bei der Durchführung soll der Schüler darauf achten, möglichst unterschiedliche Akteure aus dem Umfeld zu befragen. Ihre Namen sowie das aktuelle Datum schreiben die Befragten auf die Rückseite der Karten. Die Bewertung erfolgt entlang der abgestuften Farbskala.

farbscale

Die Befragten werden gebeten, je nach Ausprägung der Aussage auf den Karten, einen senkrechten Strich durch den Balken zu ziehen. Die Anrede „Du“ bezieht sich auf den Karten immer auf die Person, deren Fähigkeiten bewertet werden.

Alle bewerteten Karten werden zurück in die Box gelegt.

4. Auswertung und Reflexion

Durch die Bewertung mittels Farbskala ist eine Auswertung der Ergebnisse einfach und übersichtlich. Gleiche Karten lassen sich versetzt übereinanderlegen und so die Farbskalen parallel betrachten.

Die Ergebnisse können mit Lehrkräften oder Berufsberatern besprochen werden. Fortgeschrittene Schüler können in Ergänzung an die „Stärkenbox“ zwei bis drei Berufe recherchieren, die ihrer Ansicht nach zu den Ergebnissen der Stärkenbox passen und diese in einem Kurzreferat vorstellen.