Netzwerktreffen 2021

Insbesondere mit Blick auf die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie ist das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT umso wichtiger, um die Partner aus Schule und Wirtschaft zusammenzubringen, damit weiterhin eine praxisnahe berufliche Orientierung gelingen kann.

Am 22.03.2021 fand unser Netzwerktreffen „Zusammenarbeit zukunftsfähig gestalten“ statt. Rund 100 Teilnehmende haben am Vormittag über die Event-Website an dem Netzwerktreffen teilgenommen. Nach einer Begrüßung durch die Geschäftsführung von SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland und der IW Junior gGmbH kamen Vorsitzende des Netzwerks mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und Förderer des Projekts, Marco Wanderwitz, in einer Podiumsdiskussion zusammen.

Fünf regionale Leuchtturm-Netzwerke haben ihre Projekte vorgestellt. Ihre Leitfragen dabei: Wie kann eine digitale Zusammenarbeit der regionalen Netzwerke gelingen? Was sollte bei der Planung einer digitalen Berufsorientierungsmesse beachtet werden? Wie können neue regionale Netzwerke gegründet oder reaktiviert werden und welche Vorteile hat die Gründung eines Fördervereins zur Finanzierung der Netzwerkaktivitäten?

Beim anschließenden virtuellen Get-Together konnten sich die Referent*innen und Gäste des Events weiter austauschen und Ideen für die zukünftige Arbeit vor Ort sammeln.

Nachfolgend finden Sie die zentralen Aussagen der Podiumsdiskussion und Steckbriefe der Leuchtturm-Netzwerke:

Die Podiumsdiskussion

Worum ging es?

Die Podiumsdiskussion hatte insbesondere drei Themenfelder: was leistet das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT? Welche Image- und Passungsprobleme bestehen und wie können diese gelöst werden? Welche Chancen bietet die Digitalisierung in der beruflichen Orientierung?

Wer waren die Diskutanten?

  • Marco Wanderwitz (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)
  • Angela Papenburg (SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland, Vorsitzende Wirtschaft)
  • Dr. Alfred Lumpe (SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland, Vorsitzender Schule)
  • Dr. Egbert Röhm (SCHULEWIRTSCHAFT Sachsen, Vorsitzender Wirtschaft)
  • Moderation: Christian Stadali (WortwerkWeimar)

Thema 1: Was leistet das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT? Warum ist das Netzwerk so wichtig?

  • Praxisnähe und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler*innen: Die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen, ist essenziell: die Betriebe sind der Ort, an denen die Schüler*innen berufliche Orientierung erfahren, ihre Stärken und Kompetenzen ausprobieren können und sie erfahren, welchen Beruf sie erlernen möchten
  • Stärkung der Regionen: die Wirtschaft in den neuen Bundesländern ist kleinteiliger und es gibt weniger große Betriebe. Das Netzwerk stellt Berufe und deren Ausbildungsmöglichkeiten vor und zeigt Jugendlichen, welche Jobs die Heimat bietet
  • Erfolgreiche Netzwerkarbeit braucht „Macher“: Personen, die Bedarfe sehen und innovative Ideen in die Netzwerkarbeit bringen, um unter anderem junge und engagierte Unternehmer*innen zu gewinnen

Thema 2: Welche Image- und Passungsprobleme bestehen und wie können diese gelöst werden?

  • Bundesweiter Trend: Berufe, die ein schlechtes Image besitzen, sind häufig besonders gesellschaftlich relevant. Daher ist es besonders dringlich, für diese Berufe Nachwuchs zu finden. Durch Praktika kann dieses Stigma aktiv angegangen werden. Enge Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen bieten die Chance, die Inhalte schlecht angesehener Berufe den Jugendlichen näher zu bringen
  • Deutschland muss ein Industrieland bleiben: Techniker*innen, Ingenieur*innen und Handwerker*innen werden dringend benötigt, nicht nur Geisteswissenschaftler*innen oder Berufe mit Bürotätigkeiten
  • Fehlendes Wissen seitens der Schulen: Lehrkräfte kennen viele Berufe und Betriebe nicht, wissen nicht, welche Betriebe in der Region ausbilden und welche Anforderungen für eine (duale) Ausbildung an die Nachwuchskräfte gestellt werden
  • Beobachtung eines Gaps: einerseits können in nicht kleinen Teilen freie Arbeitsplätze nicht besetzt werden und anderseits hat ein gewisser Teil an Jugendlichen Probleme einen Ausbildungsplatz zu finden. Ziel ist es, kleine und junge Unternehmen möglichst schnell für den Ausbildungsmarkt gewinnen

Thema 3: Welche Chancen bietet die Digitalisierung in der beruflichen Orientierung?

  • Berufliche Orientierung lebt von frühzeitigem und persönlichem Kontakt: Pandemiebedingt ist dies aktuell nicht möglich, vielen Unternehmen fehlt die Vorstellungskraft für eine digitale Umsetzung
  • Probleme des fehlenden persönlichen Kontakts wirken sich auf Unternehmen, Schüler*innen und auf die Gesellschaft aus: wie können wir den Fachkräftemangel übermorgen decken, wenn wir heute nicht ausbilden?
  • Digitale Möglichkeiten müssen auch über die Pandemie hinaus nach vorne gebracht werden: Wir sind eine digitale Gesellschaft, kein Beruf kommt mehr ohne digitale Medien aus: Digitale Lösungen bringen Unternehmen und Jugendliche auch räumlich näher, die Möglichkeiten für Information und Orientierung steigen, wenn digitale Medien zusätzlich genutzt werden

Leuchtturm Brandenburg: Regionale Netzwerkarbeit digital?!

Worum ging es?

Wie können die regionalen Netzwerke ihre Arbeit trotz der pandemiebedingten Einschränkungen effizient und kontinuierlich fortsetzen? Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Lausitz hat Gelingensbedingungen und Herausforderungen einer erfolgreichen digitale Zusammenarbeit skizziert: Was ist nötig, damit Netzwerktreffen realisiert werden können? Wie können sie abwechslungsreich und kurzweilig gestaltet werden, damit sie nicht als Belastung empfunden werden? Welche Unterstützungsleistungen bietet die Landesebene?

Chancen und Herausforderungen

Chancen:

  • Zeichen setzen: es geht weiter!
  • Ortsunabhängig = höhere Teilnehmerzahl
  • Austausch im Netzwerk ermöglichen
  • Strukturiertes Zeitmanagement
  • Unkomplizierte Steuerung von Ton, Video, Chat, Bildschirmteilung, Rollenzuweisungen, Teilgruppensitzungen

Herausforderungen:

  • Mehr Pausen und gute Vorbereitung sind notwendig
  • Technische Voraussetzungen der Teilnehmer*innen
  • Aktive Mitarbeit der Teilnehmer*innen nötig
  • Sehnsucht nach Präsenz, der persönliche Austausch fehlt
  • Nutzung kollaborativer Tools ist ausbaufähig

Top 3 Gelingensbedingungen

  1. Gute technische Voraussetzungen
  2. Gutes Zeitmanagement erforderlich
  3. Abwechslungsreiche Gestaltung

Ansprechpartner*innen und Präsentation

Angela Unger (angela.unger@netzwerkzukunft.de)
Sven Baasner (sven.baasner@arbeitsagentur.de)

Präsentation

Leuchtturm Mecklenburg-Vorpommern: Erste digitale Berufsorientierungsmesse in der Mecklenburgischen Schweiz

Worum ging es?

Im November 2020 fand die erste digitale Berufsorientierungsmesse in der Mecklenburgischen Schweiz statt. Sie wurde organisiert durch das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Malchin in Trägerschaft des Regionalen Unternehmensnetzwerkes Mecklenburgische Schweiz e.V. (RUN) und in Kooperation mit der FindMe! FM GmbH. Ziel war es, dass sich 30 Unternehmen rund 400 Schülerinnen und Schülern aus dem ländlichen Raum über die Nutzung einer Smartphone-App vorstellen. Was waren die Erfahrungen und die Herausforderungen? Wie können Präsenzmessen digital umgesetzt werden? Was sollte dabei beachtet werden?

Chancen und Herausforderungen

Chancen:

  • Ortsunabhängig
  • Kein ganzer Messetag nötig, stattdessen 30-minütige Zeitfenster
  • Volle Flexibilität in der Präsentation der Unternehmen
  • Keine umfangreiche Vorbereitung notwendig
  • Geringer organisatorischer Aufwand für Schulen
  • Schüler*innen werden da abgeholt, wo sie sind: am Smartphone

Herausforderungen:

  • Schlechte Ausstattung und begrenzte Erfahrungen im Umgang mit IT bei Schulen und KMU  hohe Hemmschwelle für Beteiligung
  • Matching (hoher Organisationsaufwand) vs. Leerlauf
  • Schüler*innen häufig keine Erfahrungen mit Videokonferenzen, teilweise keine vorab Einführung durch Lehrkräfte
  • Aktiver Austausch mit Schüler*innen gestaltet sich schwierig
  • Gleichzeitige Zugriffe mit unterschiedlichen Geräten  technische Probleme erwartbar
  • Hoher Betreuungsaufwand für einzelne Videoräume

Top 3 Gelingensbedingungen

1. Technische Voraussetzungen müssen gegeben sein
2. Intensive Einführung, Vorbereitung und Betreuung aller teilnehmenden Protagonisten (inkl. Beaufsichtigung der Schüler*innen durch Lehrkräfte)
3. Matching vorher abklären

Ansprechpartner*innen und Präsentation

Katrin Berndt (berndt@netzwerk-run.de)
Thomas Bohn (bohn@bwmv.de)

Präsentation

Leuchtturm Sachsen: Aufbau fünf neuer regionaler Netzwerke SCHULEWIRTSCHAFT im Landkreis Görlitz

Worum ging es?

Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Sachsen besteht aus 30 regionalen Netzwerken. Lediglich im Landkreis Görlitz gab es in den letzten Jahren keine Aktivitäten. Aus diesem Grund hat die Servicestelle Bildung, des Landkreises Görlitz, die Initiative ergriffen fünf neue Arbeitskreise in Görlitz, Weißwasser, Löbau, Niesky und Zittau aufzubauen. Ziel ist es, gemeinsame Projekte zu entwickeln und zu unterstützen, Kooperationspartnerschaften sowie Qualifizierungsangebote in Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen auf/- und auszubauen und den Netzwerkpartnern Raum für Diskussionen und Austausch zu geben. Wie ist der aktuelle Stand? Wie kann der Aufbau regionaler Netzwerke gestartet werden?

Chancen und Herausforderungen

Chancen:

  • Nutzung von vorhandenen Strukturen und Implementierung weiterer Projekte
  • Gewinn neuer Betriebe und Schulen
  • Aufbau langfristiger Projekte und Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft
  • Stärkung des Ehrenamts im Bereich der beruflichen Orientierung

Herausforderungen:

  • Ansprache neuer Partnerunternehmen und -schulen
  • Nutzen und Sinnhaftigkeit für das Engagement erzeugen
  • Geringe zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen

Top 3 Gelingensbedingungen

1. Vorhandene Netzwerke einbinden
2. Lokale Bedürfnisse berücksichtigen
3. Als helfende Hand und Anlaufstelle für Schulen und Unternehmen jederzeit zur Verfügung stehen

Ansprechpartnerinnen und Präsentation

Saskia Heublein (saskia.heublein@wirtschaft-goerlitz.de)

Annabell Krause (annabell.krause@wirtschaft-goerlitz.de)

Präsentation

Leuchtturm Sachsen-Anhalt: Netzwerk (Re-)Aktivierung im ländlichen Raum

Worum ging es?

Das regionale Netzwerke SCHULEWIRTSCHAFT Dessau-Roßlau hat seine Vorgehensweise bei der (Re-) Aktivierung von Engagement im Ehrenamt unter Berücksichtigung der neuen Möglichkeiten der Netzwerkarbeit in Sachsen-Anhalt vorgestellt. Wie kann die Landesebene die ehrenamtlichen Akteure der regionalen Netzwerke im Zuge der Neustrukturierung unterstützen? Es wurde vorgestellt, wie die Implementierung digitaler Kollaborationstools mit Hilfe einer Förderung durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt gelingen kann und wie die regionalen Netzwerke darin unterstützt werden, die Vorteile der digitalen Netzwerkarbeit zu nutzen.

Chancen und Herausforderungen

Chancen:

  • Gewährleistung der Netzwerkarbeit mit Hilfe digitaler Lösungen
  • Steigerung digitaler Möglichkeiten und Kompetenzen
  • Erleichterung der digitalen Ansprache von Stakeholdern
  • Schaffung neuer Formen beruflicher Orientierung

Herausforderungen:

  • Ausfall von Präsenzsitzungen aufgrund der Pandemiesituation
  • Fehlende Ausstattung und Kenntnisse bzgl. der Digitalisierung von bisherigen Prozessen
  • Erschwerte Bedingungen bei der Aktivierung der Stakeholder

Top 3 Gelingensbedingungen

  1. Motivierend auf Akteure einwirken: Es geht weiter!
  2. Bereitstellung von technischem Know-How mit Hilfe von Workshops
  3. Vorbereitung der Infrastruktur im Netzwerk (Hard- und Software)

Ansprechpartnerinnen und Präsentation

Doreen Singer (doreen.singer@bwsa-group.de)
Kathrin Hinze (kathrin.hinze@dessau-rosslau.de)

Präsentation

Leuchtturm Thüringen: Erfolgreiche Projektarbeit durch einen gemeinnützigen Förderverein

Worum ging es?

Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Erfurt stellte sich vor: Was sind unsere Ziele und Aufgaben? Wie arbeiten wir und wie sind wir strukturiert? Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Gründung eines Fördervereins für die Finanzierung der Angebote des Netzwerks: Was gilt es vor der Gründung eines Fördervereins zu beachten und wie sieht eine zukunftsfähige Zusammenarbeit aus? Was kann konkret bewegt werden?

Chancen und Herausforderungen

Chancen:

  • Stärkere finanzielle Absicherung
  • Komplexere (mittel- bis langfristige) Projekte können realisiert werden
  • Schafft Strukturen und stärkere Aufgabenverteilung

Herausforderungen:

  • Finanzstarke Partner*innen ansprechen und einbinden
  • Mobilisierung von aktiven und verantwortungsvollen Mitgliedern
  • Wirtschaftswissenschaftliche und juristische Grundkenntnisse nötig

Top 3 Gelingensbedingungen

1. Eine Gründung eines Fördervereins will gut durchdacht sein!
2. Ein erfolgreicher Förderverein beruht auf aktiven Mitgliedern mit dem Mut, einen Verein mittel- bis langfristig zu führen und die Verantwortung zu tragen!
3. Ein wirtschaftlich arbeitsfähiger Förderverein braucht aktive Mitglieder sowie Sponsoren und Förderer im nahen Umfeld!

Ansprechpartner und Film

Udo Bauer (Udo.Bauer@stadtwerke-erfurt.de)
Christian Petrasch (c.petrasch@berufemap.de)

Film

Multiplikatoren-Workshops 2020

Alle fünf Multiplikatoren-Workshops haben erfolgreich stattgefunden!

Die fünf Multiplikatoren-Workshops waren elementarer Bestandteil des Projekts „Zusammenarbeit zukunftsfähig gestalten“. Für jedes der ostdeutschen Bundesländer wurde in enger Absprache mit den Landesorganisationen ein Workshop konzipiert. Alle Workshops wurden dabei von Christian Stadali, Inhaber der Kommunikationsagentur WortwerkWeimar, moderativ begleitet. Mitte August bis Ende Oktober konnten die ursprünglich für Frühjahr 2020 geplanten Workshops schließlich unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen stattfinden – und das mit vollem Erfolg!
Sowohl langjährig Engagierte als auch neu Interessierte kamen zusammen, um Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit im Netzwerk zu sammeln:

  • Was sind sowohl Erfolge als auch Bedarfe in den Regionen und im Netzwerk?
  • Wie kann die interne und externe Kommunikation gestaltet werden?
  • Mit wem wollen wir warum und wie zusammenarbeiten?
  • Wie gewinnen wir neue Aktive für das Netzwerk? Wie spreche ich diese an?
  • Wie verstärken wir die Sichtbarkeit unseres Engagements?
  • Was nehmen wir uns für die kommende Zeit vor? Wie können wir diese Ideen umsetzen?

Die Ergebnisprotokolle aller fünf Multiplikatoren-Workshops finden Sie hier:

Workshop Brandenburg
Workshop Mecklenburg-Vorpommern
Workshop Sachsen
Workshop Sachsen-Anhalt
Workshop Thüringen

Unsere Webinare

Im Juli diesen Jahres haben wir Webinare für SCHULEWIRTSCHAFT Aktive und Interessierte angeboten

– informieren Sie sich hier über die Inhalte!

Engagierte gewinnen und halten

Engagierte für die eigene Sache zu gewinnen und zu halten ist eine der zentralen Aufgaben zivilgesellschaftlicher Strukturen. Obwohl die Zahl der Engagierten stetig steigt, stehen Vereine und Verbände stets vor der Herausforderung, neue Aktive zu gewinnen.

Jan Holze (Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt) zeigte im Webinar Modelle auf, wie dies gelingen kann. Auch wenn es kein Patentrezept gibt, so können doch durch einige Anpassungen Erfolge im Freiwilligenmanagement erzielt werden. Mehr Menschen sind bereit sich zu engagieren, allerdings in einem geringeren Zeitumfang. Die Erfüllung von Merkmalen einer engagementfreundlichen Organisation ist dabei entscheidend. Wie willkommen, eingebunden und wertgeschätzt sich Menschen in einer Organisation fühlen bestimmt maßgeblich den Grad an Engagement. Konkrete Aufgabenprofile, feste Ansprechpartner, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit eines abwechslungsreichen Engagements erhöhen die Bindung der Engagierten.

Zielgruppenorientierte interne und externe Kommunikation / Netzwerken

„Was wollen wir warum erreichen?“ und „Wie können wir dies erreichen?“ sind elementare Fragen hinsichtlich der internen und externen Kommunikation einer Organisation. Christian Stadali (Wortwerk Weimar) gab den Teilnehmenden einen Instrumentenkoffer sowie wertvolle Impulse hinsichtlich Corporate Identity, Anlässe und Möglichkeiten zur externen Kommunikation und Netzwerkpflege sowie zur internen Identitätsbildung und Nachwuchsgewinnung an die Hand.

Ein kontinuierliches Neudenken, Spaß und Affinität, die Nutzung von Social Media und das Herausstellen der eigenen Persönlichkeit sind wichtige Werkzeuge für ein erfolgreiches Kommunizieren und Netzwerken. Das Corporate Design, die Corporate Communication, das Corporate Behaviour sowie das Reputationsmanagement formen die Corporate Identity und sollten aufeinander abgestimmt sein und ineinandergreifen. Eine aktive Beteiligung an Veranstaltungen, Kooperationen und aktuellen Diskussionen sowie das Initiieren eigener Veranstaltungen machen das Engagement sichtbar erhöhen die Reichweite.

Wie ticken Auszubildende?

Wie ticken eigentlich die Auszubildenden von morgen? Was motiviert sie im Beruf und welche Wünsche haben sie an ihren Arbeitgeber? Wie informieren sie sich über den Arbeitsmarkt? Maria Nesselrath (SINUS:akademie) hat einen Einblick in das SINUS Milieumodell und damit in die verschiedenen Lebenswelten junger Menschen und ihre Erwartungen an Schule und Beruf gegeben.

Das Lebensweltenmodell bildet die Vielfalt der Lebenslagen der jungen Generation in Deutschland ab. Abhängig von der normativen Grundorientierung und dem Bildungsgrad der Jugendlichen lassen sich verschiedene Milieus definieren. Daraus ergeben sich unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse und Werte der Jugend – auch in Bezug auf den Prozess der beruflichen Orientierung und die entsprechenden Akteure. Das Anderssein der Jugendlichen zu berücksichtigen, die Erwartungen und Wertvorstellungen von denen der Erwachsenen zu unterscheiden und auf die verschiedenen Lebenswelten einzugehen unterstützt eine zielgruppengerechte Ansprache und Bindung potenzieller Auszubildender.